Lokalpresse: "Hoffen auf stabile Regierung"

Auszug aus der lokalen Berichterstattung zur Bundestagswahl 2025

„Ergebnis ist tragisch für die FDP“

„Das Ergebnis ist tragisch für die FDP, sie hätte mehr verdient“, sagt Claus Vogel, Vorsitzender des FDP-Ortsverbands. „Es hätte von den Wählern mehr honoriert werden müssen, dass die FDP den Mut hatte, das Hängen und Würgen in der Ampel-Koalition zu beenden.“ Der stark auf Christian Lindner zugeschnittene Personenwahlkampf sei nicht so gut beim Wähler angekommen, glaubt Vogel und hofft, dass der FDP bei der nächsten Wahl der Wiedereinzug in den Bundestag gelingt. Der FDP gelang lediglich an der Turnhalle Wiblingwerde (5,16 Prozent) und im Evangelischen Gemeindehaus Wiblingwerde (7,75 Prozent), wo sie auch die Grünen hinter sich ließen, der Sprung über die 5-Prozent-Hürde. Darauf sei er stolz, sagt Vogel: „Das macht mir Hoffnung und Mut für den Kommunalwahlkampf.“ Der unterscheide sich völlig vom Bundestagswahlkampf, auch dadurch, dass man ein eigenes Programm aufstellen könne.
Das starke Abschneiden der AfD auch vor Ort habe mit Politikverdrossenheit und Unzufriedenheit mit der Regierungsarbeit zu tun, insbesondere der Grünen, erklärt Vogel. Den Wunsch, die Regierungsparteien mit einer Stimme für die AfD abzustrafen, habe er mehrfach gehört, auch wenn fraglich sei, ob das der richtige Weg sei. Dieser „Sprung nach rechts“ sei allerdings Ausdruck des Wählerwillens und damit müsse man sich auseinandersetzen, erklärt Vogel und plädierte für eine neue Streitkultur. Vogel hätte in Berlin auch eine CDU-Minderheitsregierung mit Duldung der AfD für möglich gehalten. „Ich gehe jetzt aber davon aus, dass es Schwarz-Rot wird“, sagt er, auch wenn er unsicher ist, ob es eine gute Lösung ist. Es könne aber nur besser werden.

Quelle: Come-on.de